3:0 IN GRENZAU: NEU-ULM SETZT SICH IN DER SPITZENGRUPPE FEST



Der TTC Neu-Ulm hat den zweiten Sieg binnen 48 Stunden in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) gefeiert. Zwei Tage nach dem 3:2-Coup gegen Saarbrücken setzten sich Tiago Apolonia und Co. am Sonntag mit 3:0 beim TTC Zugbrücke Grenzau durch und stehen bei nun 8:0 Punkten.

Ioannis Sgouropoulos

Ioannis Sgouropoulos hatte auf Position drei die Chance zum Anschluss, unterlag nach 0:2-Führung aber noch gegen Vladimir Sidorenko. (Foto: Wolfgang Heil)

Für den TTC Neu-Ulm klappt derzeit einfach alles: Am vergangenen Freitag hatten die Schwaben einen 0:2-Rückstand gegen den 1. FC Saarbrücken TT noch zu einem 3:2 gedreht. Am heutigen Sonntag ließen sie nun gleich den nächsten Erfolg folgen und schlugen den TTC Zugbrücke Grenzau mit 3:0. Mit nun 8:0 Punkten hat Neu-Ulm den perfekten Saisonstart hingelegt und unter Beweis gestellt, in der neuen Saison der Tischtennis Bundesliga (TTBL) als Kandidat auf die Play-offs zu gelten. Grenzau hingegen wartet noch auf den ersten Erfolg und hat 0:10 Punkte auf dem Konto.

„Es war heute nicht so eindeutig, wie es das Ergebnis nahelegt“, ärgerte sich nach der Partie Grenzaus Aleksandar Karakasevic. „Es war heute mehrfach sehr eng. Aber in all diesen Momenten sind wir unterlegen. Das muss sich ändern, wenn wir in der Bundesliga bleiben wollen.“ Als Beispiel könnte dafür das dritte und damit entscheidende Duell des Nachmittags dienen. In diesem nämlich holte Vladimir Sidorenko seinen ersten TTBL-Sieg im vierten Einzel für den TTC Neu-Ulm – nachdem er bereits 0:2 gegen Ioannis Sgouropoulos zurückgelegen hatte. Ab dem dritten Satz riss der 18-Jährige das Spiel aber an sich, kämpfte sich in den Entscheidungssatz und siegte schließlich 3:2 (9:11, 11:13, 11:3, 11:9, 11:3).

Mazunov: „Es war das perfekte Wochenende“

In den Matches zuvor hatten Sidorenkos Teamkameraden ihre Formstärke unter Beweis gestellt. Apolonia, der bereits beim 3:2 gegen Saarbrücken der Matchwinner gewesen war, lieferte sich im Auftakteinzel einen harten Kampf mit Cristian Pletea, hatte jedoch zweimal in der Satzverlängerung die besseren Nerven. Der 3:0 (12:10, 12:10, 11:7)-Erfolg des Portugiesen bedeutete die 1:0-Führung Neu-Ulms. Anschließend kam Emmanuel Lebesson zum Einsatz und baute die Einzelbilanz in seiner ersten TTBL-Saison auf 4:2 aus. Im vierten Satz wehrte Lebesson mehrere Satzbälle von Karakasevic ab und nutzte schließlich seinen Matchball zum 3:1 (11:7, 11:6, 9:11, 12:10)-Erfolg.

„Es war das perfekte Wochenende für uns“, freute sich Neu-Ulm-Trainer Dmitrij Mazunov über die zwei Siege seines Teams. „Nach der harten Partie gegen Saarbrücken sind wir sehr froh, heute auch hier gewonnen zu haben. Jetzt haben wir etwas Zeit, um uns zu regenerieren.“ Das nächste Spiel nämlich bestreitet der TTC am 8. November. Dann ist der Post SV Mühlhausen zu Gast. Für den TTC Zugbrücke Grenzau geht es eine Woche später, nämlich am 15. November, ebenfalls gegen die Thüringer weiter.

Der 5. Spieltag in der Übersicht

Borussia Düsseldorf – TSV Bad Königshofen 3:1
Anton Källberg – Filip Zeljko 3:0 (11:8, 11:4, 11:4)
Timo Boll – Bastian Steger 3:0 (11:7, 15:13, 11:9)
Ricardo Walther – Kilian Ort 1:3 (11:7, 6:11, 8:11, 10:12)
Anton Källberg – Bastian Steger 3:0 (11:4, 12:10, 11:9)

TTF Liebherr Ochsenhausen – SV Werder Bremen 3:0
Hugo Calderano – Hunor Szöcs 3:1 (11:6, 11:13, 11:8, 11:5)
Kanak Jha – Kirill Gerassimenko 3:0 (11:8, 11:6, 11:8)
Simon Gauzy – Mattias Falck 3:0 (11:7, 12:10, 11:5)

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – 1. FC Saarbrücken TT 3:2
Ruwen Filus – Patrick Franziska 0:3 (5:11, 6:11, 10:12)
Fan Bo Meng – Shang Kun 1:3 (7:11, 11:8, 7:11, 9:11)
Quadri Aruna – Darko Jorgic 3:0 (11:5, 11:9, 11:2)
Ruwen Filus – Shang Kun 3:1 (11:8, 11:5, 8:11, 11:7)
Quadri Aruna/Fan Bo Meng – Patrick Franziska/Darko Jorgic 3:0 (11:5, 15:13, 11:7)

Post SV Mühlhausen – TTC OE Bad Homburg 3:0
Steffen Mengel – Nils Hohmeier 3:0 (11:7, 11:2, 11:5)
Lubomir Jancarik – Rares Sipos 3:1 (11:7, 11:9, 8:11, 11:8)
Daniel Habesohn – Lev Katsman 3:1 (11:8, 11:4, 9:11, 11:6)

TTC Schwalbe Bergneustadt – ASV Grünwettersbach 3:2
Benedikt Duda – Deni Kozul 3:2 (11:4, 9:11, 6:11, 11:5, 11:8)
Stefan Fegerl – Wang Xi 1:3 (7:11, 5:11, 14:12, 6:11)
Alvaro Robles – Dang Qiu 3:2 (10:12, 14:16, 11:9, 11:8, 11:7)
Benedikt Duda – Wang Xi 2:3 (11:7, 8:11, 9:11, 11:9, 8:11)
Alvaro Robles/Stefan Fegerl – Dang Qiu/Tobias Rasmussen 3:1 (11:7, 11:5, 6:11, 11:5)

TTC Zugbrücke Grenzau – TTC Neu-Ulm 0:3
Cristian Pletea – Tiago Apolonia 0:3 (10:12, 10:12, 7:11)
Aleksandar Karakasevic – Emmanuel Lebesson 1:3 (7:11, 6:11, 11:9, 10:12)
Ioannis Sgouropoulos – Vladimir Sidorenko 2:3 (11:9, 13:11, 3:11, 9:11, 3:11)

Beitragsbild oben: Tiago Apolonia (Foto: BeLa Sportfoto)